Geschichte

Bremen wurde erstmals durch den Missionar Willehad 782 in einem Brief urkundlich mit den Worten „..hat man uns aus Bremen vertrieben und zwei Priester erschlagen..“ erwähnt. Willehad wurde später der erste Bischof Bremens.

Geschichte BremensDank der guten Lage an der Weser wurde Bremen schon bald zum Handelsplatz für friesische Händler, die mit ihren Schiffen hauptsächlich an den Küsten und großen Flüssen handelten. Der Schifffahrtshandel galt als lukrativ und so siedelten sich viele Bauern und Landwirte in der Nähe des Ufers an und verdienten ihren Lebensunterhalt mit Fischfang, dem Handel via Wasser mit anderen Geschäftsleuten, oder mit ihrem Handwerk.

Mitgliedschaft in der Hanse

In den Jahren 1043 bis 1072 ereilte die Stadt ein wirtschaftlicher Aufschwung, welcher auf den Handel mit England, Norwegen, Sachsen und dem Hinterland an der Weser, zurückzuführen ist. Bremen wurde damit als Handelsstandort noch wichtiger als zuvor. Insgesamt vier Mal war Bremen Mitglied der Hanse. Rechnet man die Mitgliedsjahre zusammen, so kommt man auf 252 Jahre.

  1. Mitgliedschaft: 1260-1285
  2.  Mitgliedschaft: 1358-1427
  3.  Mitgliedschaft: 1438-1563
  4.  Mitgliedschaft: 1576-1669


In den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts dehnte Bremen sich auf eine beachtliche Größe und Machtfülle aus. 1405 bis 1410 entstand das gotische Rathaus, das aber erst durch den Anstoß des Bürgermeisters Johann Hemeling gebaut wurde. Doch bereits 1424 erlitt die Stadt deutliche Rückschläge, da sie von einer Koalition der Rüstringer Friesenhäuptlinge aus den nördlichen linken Wesergebieten verdrängt wurde. Es folgten Unruhen innerhalb der Stadt, was dazu führte, dass die Bürger einen neuen Rat wählten. Aus diesem Grund wurde 1428 dann auch das Stadtrecht neu gefasst, sodass einige neue Gemeindeviertel sich an der Wahl des Rates beteiligen konnten.

Anfang des 17. Jahrhunderts nahm die Weser mehr und mehr ab, woraufhin der bis dahin erste künstliche Hafen Deutschlands entstand.

Weimarer Republik und jüngere Vergangenheit

Im Jahr 1919, als die Weimarer Republik gegründet wurde, wurde Bremen schließlich ein Bundesland von Deutschland. Dank der Weimarer Republik machte die Stadt große wirtschaftliche Fortschritte, woraus u.a. die Eröffnung des Flughafens im Jahr 1920 hervorging.

Nachdem Bremen den Zweiten Weltkrieg ,teilweise sehr stark zerstört, überstanden hatte, wurde die Stadt und der Bremerhaven jedoch vorerst Teil der Britischen Besatzungszone. Ab 1947 gehörten die beiden Städte als Exklave zur Amerikanischen Zone. Die Streitkräfte nahmen das Gebiet in die Mangel, um Zugang zu den Seehäfen zu erlangen. Dies hatte allerdings den Vorteil, dass Bremen seine Selbständigkeit gegenüber dem niedersächsischen Umland behalten konnte. Bereits zwei Jahre Später wurde Bremen ein Land der BRD. Um den Ruf eines Stadtstaats gerecht zu werden, war Bremen einige Zeit damit beschäftigt, diesem gerecht zu werden.

Während sich die Stadt als Wissenschaftsstandort erfolgreich etablieren wollte, wuchs zudem die Einwohnerzahl in den Jahren 1945 bis 1966 von ca. 370.000 auf 600.000 Einwohner an. Dieser rasante Anstieg führte wiederum zum Baulandskandal von 1969, bei dem Grundstücke zu einem Schwindel erregenden Preis gehandelt wurden.

Auch die Strukturen der Innenstadt wurden seit Mitte der 80er-Jahre merklich verbessert. Am 25. Mai 2009 erhielt Bremen von der Bundesregierung den Titel „Ort der Vielfalt“.

 

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